Merkmale von Datenverlust:
Kein Systemstart, Programme werden nicht geladen, Fehlernachrichten
erscheinen oder Geräte werden nicht mehr erkannt. Auswirkungen mechanischer
Fehler sind u.a. Festplattengeräusche, das Laufwerk dreht sich nicht
mehr und Daten sind dadurch nicht mehr zugänglich. Die Festplatte wird noch im BIOS erkannt, ein Booten aber
verweigert (defekte Partitionstabelle) oder der Zugriff auf Ihr Laufwerk ist
noch möglich, im Dateimanager oder DIR werden jedoch keine Daten oder ein
Inhaltsverzeichnis mehr angezeigt (defekte Dateizuordnungstabelle =
FAT).
Ursachen: Neben Bedienungs- oder Softwarefehlern,
der Hauptursache von Datenverlust, kommen oftmals mechanische Schäden,
elektronischer Defekt oder Virenbefall in Frage, aber auch
Partitionierungssoftware, die Fehler verursacht haben kann.
Festplatten: IDE/EIDE-Datenträger sind etwa 10mal häufiger im Gebrauch als
SCSI-Laufwerke. Dennoch gibt es hier selten thermische Probleme. Besonders
häufig liegen jedoch mechanische Ausfälle vor, insbesondere der Schreib- und
Lesekopfverstärker oder eine Beschädigung der magnetischen Oberfläche des
Speichermediums (z.B. Headcrash, Headcrash mit Ablösung der Schreib-/Leseköpfe).
Das dafür typische Geräusch entsteht dann, wenn die Schreib-/Leseköpfe über den
beschädigten Teil der Festplatte gleiten.
>>
Sind Schreib- und Leseköpfe defekt, meldet sich
die Festplatte mangels vergeblicher Initialisierung durch die Festplattenlogik
mit einem rhythmischen "klack-klack"-Geräusch.
>>
Bei neueren Datenträgern ab 7.200
U/min. empfehlen wir, im Handel erhältliche Kühler für problemlosen Dauerbetrieb
zu verwenden.
Ebenso ist auch bei SCSI-Laufwerken eine ausreichende Kühlung
sehr entscheidend für die Zuverlässigkeit der Betriebssicherheit und
Datenverarbeitung.
Bedenken Sie bitte, dass viele Festplatten bereits nach 3
Jahren bei täglich intensivem Gebrauch die ersten Ausfallerscheinungen zeigen.
Dies heutzutage umso intensiver, da mit steigendem Preisdruck am Hardware-Markt
manche Hersteller oftmals Datenträger besonders preisgünstig verarbeiten.
RAID-Systeme: Erhöhte Sicherheit oder schnellere
Verarbeitung aller Daten kennzeichnen den Einsatz eines RAID-Verbundes.
Gleichzeitig jedoch wird eine Datenrettung deutlich aufwändiger. Datenverlust
entsteht oftmals durch Bedienerfehler, aber auch durch Ausfallerscheinungen der
einzelnen Festplatten selbst. Bei einer RAID-Datenrettung werden deshalb alle
Festplatten des gesamten RAID-Verbundes einschließlich des Controllers benötigt,
dies gilt auch für Stripe-Sets.